Down-Syndrom Tagung in Salzburg 2015, Themenblock „Identität“, 25.09.2015,
DSA Ingrid Teufel von der Down-Sndrom Ambulanz Wien
Selbstbewusst mit Down-Syndrom
Wie können Erfahrungen in Beruf und Freizeit die Auseinandersetzung mit dem Down-Syndrom fördern und dadurch zu sicherer Identität und mehr Autonomie beitragen?
Angebote, Gruppen, Projekte und Ideen, die die Identitätsfindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen fördern, gibt es verschiedene. Ein ideales Angebot und den einzig richtigen Zeitpunkt dafür gibt es nicht.
Aus unserer Erfahrung ist es wichtig, ab Beginn des Sprachverständnisses der Kinder in einfachen Worten das Down Syndrom zu benennen und altersgerechte Antworten zu geben.
Das Sprechen über Grenzen und der Austausch darüber, dass etwas langsamer, oder oft nur nach vielen Wiederholungen gelingt, gelten für alle Menschen mit Down Syndrom. Sie schaffen Offenheit, mit klaren Worten Orientierung für die Menschen mit Down Syndrom, aber auch für die Familie und ihre Umwelt.
Ermöglicht wird dadurch ein entspannter Umgang miteinander. So werden Familiengeheimnisse, die sich erfahrungsgemäß negativ auswirken, erst gar nicht aufgebaut.
Ansprechen von Besonderheiten hilft
Ein frühes Ansprechen der Besonderheiten des Down Syndroms bei Betonung der Stärken des Kindes, schützt es vor Enttäuschungen wie sie z.B. in Spielgruppen, im Kindergarten, bei der Nutzung von Kultur- und Sportangeboten, aber auch beim Eintritt in die Schule auftreten können. Möglichkeit, sich über kindgerechten Informationen und ein frühes Sprechen über das Down-Syndrom auseinander zu setzen bieten sich an, wenn Eltern DS-Gruppen oder Elternforen besuchen, die über das Babyalter hinausgehen.
Neue Möglichkeiten DS als etwas Selbstverständliches zu thematisieren, bieten die von aktiven Eltern initiierten Angebote, wie große Treffen des Elternnetzwerkes und Gruppen, wie die im Förderinstitut 3×21 angebotenen “girl und boy groups“ im Volksschulalter.
