Informationen auf dieser Seite werden ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität zur Verfügung gestellt! Wir bieten Erfahrungen von Eltern für Eltern.
Herzlich Willkommen kleines Menschlein!
Wir wünschen Dir einen guten Start ins Leben und hoffen, dass Du keine Erkrankungen hast.
Hier geben wir Deinen Eltern ein paar Informationen nachdem sie erfahren haben, dass Du mit dem Down-Syndrom geboren wurdest.
Liebe Eltern!
Wenn Sie Ihr Kind im Arm halten, werden Sie vielleicht ein Gefühlschaos und Gedanken wie „Warum gerade ich?“ erleben. Ihr Kind ist anders, anders als Sie es vielleicht erwartet haben. Ihr Gefühlschaos ist ganz normal und darf auch so sein! Es braucht Zeit, um sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen und es braucht möglicherweise externe Unterstützung.
Wir bieten wichtige Informationen, Erfahrungsberichte von Eltern und Fachliteratur in der Neugeborenen-Infobox an. Informationen über die Infobox finden Sie HIER.
Zuerst braucht Ihr Baby das Gleiche wie alle anderen Babys: Schlaf, (Mutter-)milch, frische Windeln und viel Liebe und Kuscheln! Es kann sein, dass es Ihrem Baby schwerfällt, an der Brust zu saugen. Lassen Sie sich nicht entmutigen und probieren Sie es immer wieder. Eine erfahrene Stillberaterin kann Sie dabei unterstützen. Das Stillen hilft Ihrem Baby, die Mundmuskulatur zu stärken. Aber bitte kein Stress! Wenn es nicht funktioniert oder Sie nicht stillen möchten, ist das völlig in Ordnung. Eine weitere Möglichkeit ist, die Muttermilch abzupumpen und Ihrem Baby über die Flasche zu geben.
Erste organisatorische Hinweise:
Stellen Sie beim Finanzamt einen Antrag auf ERHÖHTE Familienbeihilfe. Diesem Antrag müssen Sie eine Diagnosebestätigung beilegen.
Als nächstes können Sie um „Frühförderung und Familienbegleitung“ ansuchen. Eine Frühförderin kommt dann zu Ihnen nach Hause und fördert Ihr Kind auf spielerische Weise. Die Frühförderung begleitet die ganze Familie, unterstützt bei Behördenwegen, Therapeutensuche usw. Da es Wartezeiten geben kann, empfehlen wir eine Anmeldung bald nach der Geburt.
Anlaufstellen für Frühförderung in Österreich finden sie am Ende der Seite.
Pflegegeld:
Ein Antrag auf Pflegegeld wird in den Bundesländern sehr unterschiedlich bearbeitet. Den Antrag stellt man bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Üblicherweise ist der Bezug von Pflegegeld im Alter von 0-3 Jahren eher unwahrscheinlich, außer es liegen zusätzliche Erkrankungen vor. Es wird damit begründet, dass in diesem Alter alle Kinder eine täglich 24 Stunden Aufsicht und Betreuung benötigen.
Therapie:
Im Laufe der Zeit wird sich herausstellen, ob und welche Therapie Ihr Baby braucht. Es kann sein, dass eine Unterstützung durch Logopädie, Physio- oder Ergotherapie sinnvoll ist, weil viele Kinder mit Down-Syndrom einen schwachen Muskeltonus haben und deshalb Übungen zur Stärkung der Muskulatur brauchen. Förderung und Therapie sind wichtige Unterstützungen, aber nur, wenn sie sich ohne Stress in den Alltag integrieren lassen. Es hat keinen Sinn, jeden Tag in eine andere Praxis zu gehen und sich somit einem unnötigen Zeit- und Leistungsdruck auszusetzen. Sowohl Ihr Kind als auch Sie brauchen Zeit zum Kennenlernen, Spielen, Kuscheln und für die Eingewöhnung in den neuen Familienalltag. Unsere Kinder haben sehr gute Sensoren, sie merken schon sehr früh, wie es den Menschen in ihrer Umgebung geht und reagieren darauf. Alle eventuellen Fördermaßnahmen sollen von angenehmen Gefühlen begleitet sein und nicht Stress verursachen! Dann sind die Voraussetzungen für guten Erfolg gegeben. Weniger ist mehr! Therapiefreie Zeit fördert die Festigung des Gelernten und Umsetzung im Alltag.
Wir empfehlen: Legen Sie den Fokus immer nur auf ein Thema und geben Sie Ihrem Baby Zeit, sich darauf einzulassen und Fortschritte in seinem eigenen Tempo zu machen.
Qualität vor Quantität!
Unsere Kinder können ein Leben lang Neues lernen. Es gibt kein Zeitfenster, das sich schließt.
Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit zum Lernen. Die Qualität sollte im Vordergrund stehen und nicht die Geschwindigkeit und Menge des Erlernten.
Anlaufstellen für Frühförderung in den Bundesländern:
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Wien:
Fonds Soziales Wien https://www.fsw.at/p/mobile-fruehfoerderung
Wiener Soziale Dienste: https://www.wienersozialdienste.at/mobile-fruehfoerderung-und-familienbegleitung/
Niederösterreich:
https://www.noe.gv.at/noe/Menschen_mit_Behinderung/Fruehfoerderstellen_bzw._Ambulatorien_in_Niederoesterreich.html
Oberösterreich:
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/18369.htm
Salzburg:
https://ambulatorium-salzburg.at/
Tirol:
Lebenshilfe Tirol https://www.fruehfoerdern.at/
Arge Frühförderung und Familienbegleitung https://fruehfoerderung.tirol/
Vorarlberg:
Aks Heilpädagogische Frühförderung
Kärnten:
AEH Frühförderung https://www.avs-sozial.at/aeh-fruehfoerderung
Frühe Hilfen Kärnten https://fruehehilfenkaernten.at/
Steiermark:
Informationen bei der Kinderdrehscheibe https://www.kinderdrehscheibe.net/unser-netzwerk/fruehfoerderung-und-integrative-angebote/
Burgenland:
Rettet das Kind https://www.rettet-das-kind-bgld.at/mhd-forderbereich/fruehfoerderung/
Netzwerk Kind https://fruehehilfen.at/netzwerk-kind-burgenland
